Wie alles begann!
2003 hatten Andreas Weißgerber und ich die Idee sich künstlerisch
in Addis Abeba
und in Leipzig mit dem Thema »Wasser«
auseinander zu setzen. Wir beantragten ein Projekt,
welches in beiden Städten geplant war, durchzuführen.
Es wurde vom »Fond Soziokultur«,
dem »Regierungspräsidium Leipzig«
und dem »Werk - 2 « genehmigt und gefördert.
So konnten wir von
März bis Dezember 2004 in Leipzig und im Januar 2005
in Addis Abeba mit Kindern und Jugendlichen künstlerisch arbeiten.
Es entstanden Plakate, Postkarten, Grafiken, Bücher,
Plastiken und
sogar ein Lied. Als ich nach dreiwöchigem
Addis-Abeba-Aufenthalt zurückkam,
war für mich klar,
den Schulen Hilfe bringen zu müssen.
Es fehlte an allem,
in einer Schule sogar das dringend benötigte Wasser.
Was bisher geschah!
Solomon Wija reiste mit seiner Familie nach Äthiopien und überbringt die ersten Spendengelder. Der allererste Anfang der Hilfe für die beiden Partnerschulen Dil Betigil und Jerusalem-Grundschule im Stadtteil Entoto wurde mit - 30 neuen Wasserhähnen und - zwei Wassertanks sowie - einem Bücherregal mit Büchern und - einem Fenster im Dach der Bibliothek getan. Damit waren die ersten 5000,- EUR ausgegeben, die durch die Versteigerung am Abschlußfest und zahlreiche Privatspenden zusammengekommen waren.
Januar 2007
Dieses Mal reiste Solomon Wija mit ca. 10 000,- EUR im Gepäck.
Eine riesige Summe
für ihn und erst recht für die Verhältnisse in Äthiopien.
Die Dil Betigil Schule hat eine Aula die unter Denkmalschutz steht
(siehe Geschichte der Schule).
- Dieser Raum konnte rekonstruiert werden und nun steht der Schule
eine
Möglichkeit offen, durch Vermietung einige Mittel selbst einzunehmen
und somit weiter zu sanieren.
Ausserdem konnte
- der Sanitätsraum durch einen Anbau erweitert und mit
- einem Kühlschrank ausgestattet werden.
Dieser ermöglicht eine bessere Lagerung der Medikamente
für die ca. 120
Aidswaisen und Halbwaisen an der Schule.
Die Jerusalem-Schule erhielt einen
- kompletten Neubau der Bibliothek.
Die alte Blechhütte wurde abgerissen
und ein Gebäude aus Stein
konnte errichtet werden. Außerdem konnten
- weitere Bücher
angeschafft werden.
Benefizkonzert am 28.04.2007, 16.00 Uhr zugunsten des Projektes
in der Pauluskirche, Leipzig-Grünau
(zum abspielen wird QuickTimePlayer benötigt)
An diesem Tag fand durch das Engagement von Kantorin Frau Elke Bestehorn in ihrer Gemeinde ein Benefizkonzert statt.
Es stand unter dem Thema
»...von Mitteldeutschland in die Welt... « Es wurden Lieder, Sonaten und Concerti von Georg Friedrich Händel und Georg Philipp Telemann von
den Musikern des Händelfestspielorchesters Halle auf Instrumenten der Barockzeit aufgeführt.
Die Musiker waren
Myrsini Margariti - Sopran
Constanze Karolic - Traversflöte, Blockflöte
Elisabeth Thiel - Viola da gamba
Bernhard Prokein - Cembalo
Verkaufsaktionen
Verkaufsaktionen in der Kirchgemeinde Connewitz-Lössnig, im Elisabeth-Krankenhaus und im Werk II,
Dezember 2006 und 2007
Frau Angela Gollner, die nicht nur Zeit, Geduld und Kraft, sondern auch
finanzielle Aufwendungen nicht gescheut hat, konnten selbst gebastelte und gestaltete Sterne, Kerzen,
Karten und Lampions zugunsten des Projekts verkauft werden.
Patenkindern
Besonders freue ich mich über die Begegnung mit den
Patenkindernund ihren Angehörigen. Bisher konnten sieben Kinder in persönliche
Patenschaften vermittelt werden, dazu gehören die Geschwister und
in der Regel ein Erwachsener, der die Verantwortung trägt.
Es verläuft politisch und konfessionell neutral und wirtschaftlich
unabhängig, direkt von Mensch zu Mensch, ich fungiere nur als
Bote und Übersetzer. 14 Kinder und ihre Familien werden zur Zeit von Paten unterstützt.
Alle leben in Addis Abeba. Sie bekommen Helfe für Schulmaterial, Kleidung, medizinische Versorgung. Durch diese Unterstützung können die Kinder in ihren Familien, die manchmal nur eine Großmutter, Tante oder Onkel sind, bzw. bei Bekannten wohnen bleiben und werden davor bewahrt »Straßenkinder« zu werden.
Die Möglichkeit für diese Kinder die Secondary School zu
besuchen ist gering.
Finanzielle Unterstützung für Schüler gibt allgemeine in Äthiopien
es nicht, demnach sieht das Leben der äthiopischen Kinder
nicht rosig aus. Selbst für eine Berufsausbildung muss gezahlt
werden. Ein Bauarbeiter verdient etwa
15 äthiopische Birr am Tag, das sind
1,20 Euro, für
die er nur so viel kaufen kann, daß seine Familie und er
nicht verhungern. Soziale Einrichtungen gibt es nicht.
Deshalb ein ganz besonderer und herzlicher Dank an alle Pateneltern!
(Spendenbescheinigungen gibt es bei dieser direkten Hilfe leider nicht.)
Bettina und Solomon Wija
»Lebenswelten«
»Lebenswelten« Reime, Märchen, Rätsel und Sprichwörter aus Äthiopien
Zweisprachig, Amharisch-Deutsch, 2007 als 21. Druck
der Solomon-Presse erschienen.
Übersetzung von Dr. Renate Richter
Das Heft ist im Format 21 x 21 cm, 4/4 farbig gedruckt und
enthält 32 Seiten.
Gestaltet von Bettina Wija-Stein und Solomon Wija.
Fotos von Solomon Wija und Wolfgang Richter
Zeichnungen von Lysann und Lucas Wija, Eden Solomon.
Zu bestellen für 9,- EUR plus Portokosten,
5,- EUR pro Heft gehen an das Wasserhahn-Projekt.
über E-Mail: wija-stein@t-online.de.
oder im Dritte Weltladen In Leipzig:
Eine Welt e.V. Leipzig
Bornaische Straße 18
04277 Leipzig
oder Burgstraße gegenüber der Thomaskirche