Die Grafikdruckwerkstatt
In der Druckwerkstatt haben die Besucher die Möglichkeit,
an Grafiken, typografischen Blättern und Buchprojekten zu arbeiten und diese mit jahrhundertealten grafischen Techniken
auf historischen Druckpressen zu setzen. Das Sternrad einer Krause-Radierpresse von 1860 zu drehen und eine selbstgestaltete
Radierung von der Druckplatte abzuheben, ist nicht nur für Kinder und Jugendliche immer wieder ein spannendes Erlebnis.
Auch Studierende und Lehrende der Hochschule für Grafik und Buchkunst und professionelle Künstler wissen die Möglichkeiten
und Angebote der Werkstatt zu schätzen. In der kleinen und bestens ausgestatteten Handsetzerei, mit zum Teil bis zu hundert
Jahre alten Setzzeichen, erhellen sich für die Besucher oft schlagartig die Zusammenhänge der Buchherstellung der
„Vorcomputerzeit“. Bei der Arbeit mit Winkelhaken, Lettern und Satzschiffsowie beim
selbstständigen Drucken werden
Prinzipien des Entstehens von Büchern, Zeitungen und Plakaten erlebbar. Dabei wirdWissen über die Tradition Leipzigs
als ein Zentrum des Buchdrucks und der grafischen Künste vermittelt.
Das WERK - 2 – Kulturfabrik Leipzig e.V.
WERK - 2 – dieser Name steht für eines der größten soziokulturellen Zentren Sachsens.
Der WERK - 2 – Kulturfabrik Leipzig e.V. hat sich zur Aufgabe gemacht, die Liegenschaft des ehemaligen VEB
Werkstoffprüfmaschinen (Gesamtfläche 7.830 m²) als soziokulturelles Zentrum zu betreiben und die Verwaltung
und Vermietung der Gebäude des Areals an andere Vereine und Initiativen als auch an Gewerbe zu übernehmen.
Diese Vereine und Künstler arbeiten autonom, prägen jedoch in ihrer Vielfalt und Breite das Gesamtbild der Kulturfabrik.
Szenetypische Gewerbebetriebe ergänzen es. Der WERK - 2 e.V. ist aber nicht nur der Verwalter der Liegenschaft,
er unterbreitet ebenso selbst ein reichhaltiges Programmangebot: Kinder, Jugendliche, Erwachsene
und Senioren aus Connewitz, der gesamten Stadt Leipzig und dem Umland
kennen
die Kulturfabrik WERK II und besuchen sie gern zu einem Workshop,
einer Theateraufführung oder einem Konzert. Dem Kulturbedürfnis
der Leipziger einen
Ort zu geben und kreative Angebote zu unterbreiten,
ist Grundanliegen der Kulturfabrik. Bedeutungsvoll ist ferner
die feste Integration in die kulturelle Struktur der Stadt, um weite Teile der
Bevölkerung zu erreichen, Schwellenängste
zu überwinden und die Verantwortung als ein Stadtteilzentrum zu übernehmen. In der direkten Vermittlungssituation ergeben
sich Chancen, die Offenheit gegenüber Unbekanntem zu hinterfragen, „über den eigenen Tellerrand zu schauen“
und wesentliche
Selbstwirksamkeitserfahrungen zu sammeln.